18. September 2020

Frischer Wind für innovative Ideen – 3. MCN Azubi-Netzwerktreffen

Innovationsmanagement – ein großes Wort, doch was steckt dahinter? Wie unterscheiden sich Innovation und Erfindung? Wie „managt“ ein Betrieb die eigenen Innovationen? Und wie können Auszubildende zu betrieblichen Innovationen beitragen? All diese Fragen standen im Fokus des 3. Azubi-Netzwerktreffens des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) vergangene Woche an Bord des Segelschiffs Fortuna auf der Kieler Förde.

Es war die erste Präsenzveranstaltung des MCN in Schleswig-Holstein und natürlich stand sie unter strengen Hygienevorkehrungen. Infrarot-Fieberthermometer und Desinfektionsmittel standen schon bereit als die Teilnehmenden die Gangway enterten. Das Wetter spielte mit und bot einen sonnigen Nachmittag mit viel frischem Wind, so dass nicht nur die innovativen Ideen, sondern auch der 40m lange Frachtsegler (gebaut 1909) ordentlich Fahrt aufnahmen.
Innovationsberater Felix Gebauer (WTSH) und Innovationsmanager Michael Euripides (Raytheon Anschütz) unterstützten die 18 Auszubildenden aus verschiedenen maritimen Unternehmen bei dem thematischen Einstieg. Vom Jahrhunderte alten, bewährten Kielschiff zum Wattenmeer-tauglichen Frachtsegler mit Seitenschwertern – eine Innovation aus Holz vor über hundert Jahren. Von der CD zur Spotify-Bibliothek – eine Innovation basierend auf der Erfindung des mp3-Formates. Die Teilnehmer stiegen in die Aufzählungen ein und berichteten von Innovationsprojekten in ihren Betrieben. Michael Euripides erklärte das Modell des RAN-Dock, der Innovationswerkstatt von Raytheon Anschütz, und lud die Azubis ein, einmal vorbeizukommen. Im Anschluss wurde es kreativ. In Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer eigene Innovationsprojekte für ihre Betriebe und pitchten sie vor ihren KollegInnen. So entstanden Bilder von digitalen Fahrtenbüchern, Materialbörsen für den Yachtbau und eines Arbeitsschutz-Armbandes.

„Mir gefiel die entspannte Atmosphäre. Man brauchte keine Angst zu haben, dumme Fragen zu stellen. Die Location an Bord hat gut zum Thema gepasst und die Referenten waren sehr nett und offen.“, fasste ein Teilnehmer seine Eindrücke am Ende der Veranstaltung zusammen.

„Das freut uns! Denn das Ziel des 2019 gegründeten MCN Azubi-Netzwerks ist es, die Auszubildenden beim Austausch von innovativen Ideen und Projekten, sowie der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu unterstützen.“, so Dr. Sonja Endres, Projektmanagerin des MCN.

Das nächste Treffen wird Anfang 2021 stattfinden. Wer sich dem MCN Azubi-Netzwerk anschließen möchte, kann sich jederzeit an die MCN-Geschäftsstelle Schleswig-Holstein wenden.

Virtuelle Weiterbildung „Zukunft Binnenschifffahrt?“

Auszubildenden, die sich vertiefter mit dem Thema Innovationen in der Schifffahrt beschäftigen möchten, bietet das MCN in Kooperation mit bremenports GmbH & Co. KG eine virtuelle Weiterbildung „Zukunft Binnenschifffahrt?“ im Herbst und Winter an.
In drei kostenlosen Web-Seminaren erhalten die Teilnehmer Fach- und Methodenkenntnisse zur Gestaltung von grünen und nachhaltigen Logistiklösungen. In der „Innovation Challenge“ am 8. Oktober pitchen Studierende norddeutscher Hochschulen ihre Projektideen für eine innovative Binnenschifffahrt und diskutieren diese mit Auszubildenden und Experten aus der Logistikwirtschaft. In der „Transport School Lab“ am 3. Dezember lernen die Auszubildenden Fallstudien-basiert die Möglichkeiten der Binnenschifffahrt kennen. Unser Partner ist die Fachhochschule Ober-Österreich, die seit langem erfolgreich ihr Lernportal Rewway.at für praxisorientierte Weiterbildungen in der Logistik einsetzt. Im Januar 2021 stellen vier internationale Unternehmen ihre innovativen Erfolgsgeschichten vor. Nach erfolgreichem Abschluss der Web-Seminar-Reihe erhalten alle Young Professionals und Auszubildenden ein Teilnahme-Zertifikat.

Weitere Informationen auf der Interreg-Projekt-Seite #ITWS 2.0 (www.northsearegion.eu/iwts20).

 

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Pressekontakt
Kristin Bube, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
040 227019-498, kristin.bube@maritimes-cluster.de

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Über das Maritime Cluster Norddeutschland

Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) fördert und stärkt die Zusammenarbeit in der norddeutschen maritimen Branche. Es ermöglicht Plattformen des Dialogs der Akteure untereinander und fördert Innovation und Schnittstellen zu anderen Branchen. Mit Geschäftsstellen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein ist das MCN präsent und kooperiert mit den Akteuren vor Ort. Es unterstützt unter anderem bei der Suche nach Innovationspartnern, berät zu Fördermitteln und vermittelt Kontakte in die maritime Branche. Mehr als 350 Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sind Mitglied im MCN. Insgesamt zehn Fachgruppen koordiniert das MCN zu den Themen Innovationsmanagement, Maritime Informations- und Kommunikationstechnologien, Maritimes Recht, Maritime Sicherheit, Maritime Wirtschaft Offshore Wind, Personal und Qualifizierung, Schiffseffizienz, Unterwasserkommunikation, Yacht- und Bootsbau sowie Clusterfunk.
Das Maritime Cluster Norddeutschland wurde 2011 gegründet. Zunächst arbeiteten die Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein in dem länderübergreifenden Cluster zusammen, im September 2014 kamen auch Bremen und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Seit 2017 agiert das MCN als Verein. www.maritimes-cluster.de

 

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