01. März 2022

EcoShip60 setzt Erfolgsgeschichte fort

Visualisierung EcoShip60

© EcoShip60

Das EcoShip60-Netzwerk hat zum Ziel, umweltfreundlichere Antriebs- und Energiesysteme für kleinere Schiffstypen mit einer Länge von bis zu 60 Metern zu entwickeln, die es den Nutzern erlauben, zu geringen Kosten bei hoher Leistung und großer Reichweite zu fahren. Von 2017 bis 2021 wurde das Netzwerk vom ZIM-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft gefördert. In der Zeit entstanden zahlreiche innovative Projektideen, davon sind fünf schon in der Umsetzung. Vier Projekte sind in der ZIM-Begutachtung oder in der Planung.

„Der starke Kooperationswillen aller beteiligten Akteurinnen und Akteure macht den Erfolg dieses Netzwerkes aus. Dies wird belegt durch die Vielzahl an Innovationsprojekten, welche bereits entstanden sind. Gemeinsam werden Ansätze zu mehr Nachhaltigkeit im Bau und im Betrieb von Schiffen diskutiert und umgesetzt“, so Peter Moller, Leiter der Geschäftsstelle Schleswig-Holstein des Maritimen Clusters Norddeutschland.

Auch nach dem Ende der Förderung bleiben 21 Partner:innen zusammen, finanzieren nun Netzwerkmanagement, Projektentwicklung und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit aus eigener Tasche. Denn sie haben noch viel mehr vor und das Thema von alternativen Antrieben im maritimen Bereich ist aktueller als je zuvor. Umrüstung und Neuausstattung von Schiffen leisten einen wichtigen ökologischen Beitrag, um künftig auf die Verwendung fossiler Brennstoffe verzichten zu können.

Interdisziplinäre Partnerstruktur

Bei EcoShip60 arbeiten kleine und mittlere Unternehmen gemeinsam mit Forschungseinrichtungen an entsprechenden Lösungen. Auch größere Unternehmen werden beteiligt, um die Produkte zur Marktreife zu bringen. Neue Partner sind immer willkommen und werden schnell in die Projektentwicklung eingebunden.

Netzwerksprecher Robert Marx erläutert, warum er mit seinem Unternehmen Friedrich Marx GmbH & Co. KG dabei ist: „Erstens sind wir Partner geworden wegen des Netzwerkgedankens und natürlich den Projekten selber. Mit der interessanten Partnerstruktur ergeben sich einfach mehr Lösungsansätze. Und zweitens wollen wir den Zugang zu Fördermitteln bekommen. Der verbreitete Spruch unter Unternehmern ‚Fördermittel bekommt der, der es nötig hat‘ gilt so nicht mehr. Große Firmen wie Philips setzen ganze Abteilungen an die Akquise von Fördermitteln. Das können wir uns als Mittelstand natürlich nicht leisten. Stattdessen haben wir diesen Weg gewählt, sind EcoShip60-Partner und sehr zufrieden damit, wie es läuft.“

Innovative Projekte in der Entwicklung  

Derzeit laufen fünf FuE-Projekte, die eine Förderung durch ZIM erhalten:

  • Kompakte Brennstoffzellen-Technologie für ein parameterbeschränktes Boot
  • Lasttragende Rumpf-Deck-Verbindung für Materialkombinationen im Bootsbau
  • Smarte Wasserstrahlmanövrieranlage
  • Kompaktes Genset mit CO2-neutralem Kraftstoff
  • Elektromechanische Pitch-Verstelleinheit


Vier Projekte sind in der ZIM-Begutachtung bzw. in der Entwicklung durch die Partner

  • Prüfstand für Hybrid-Antriebssysteme
  • Sensorbasiertes Auslesesystem zur Erkennung von Energieverbräuchen
  • Modul für den Bunkerprozess mit alternativen Kraftstoffen
  • Automatisierungssystem auf Basis eines MTP-Protokolls


„Ich kenne kein anderes ZIM-Netzwerk, das die maximale Förderung von vier Jahren erhalten hat und danach noch auf eigene Faust weitermacht. Unser Erfolgsgeheimnis? Alle EcoShip60-Partner beteiligen sich intensiv, weil sie einander vertrauen und weil sie wissen, welcher Mehrwert mit der Zusammenarbeit verbunden ist“, freut sich Netzwerkmanager Adrian Gottwald von DSN Connecting Knowledge.

Ansprechpartner

Adrian Gottwald, Netzwerkmanager
DSN Connecting Knowledge
Mail: adrian.gottwald@dsn-online.de
Telefon: 0431 996966-21

Robert Marx, Sprecher der Lenkungsgruppe
Friedrich Marx GmbH & Co. KG
E-Mail: marx@ecoship60.de
Telefon: 040 23779-0

Website: www.ecoship60.de