17. April 2018

Veranstaltungsrückblick: 6. Maritimer Marktplatz Nordwest

Monopiles, Schwerlastkrananlagen, Umschlag von Projektladung und Schüttgütern – circa 80 interessierte Teilnehmer erhielten bei der sechsten Auflage der Veranstaltungsreihe Maritimer Marktplatz Nordwest umfangreiche Einblicke in den vielseitigen Hafenstandort Nordenham und in die Fertigung und die Verladung von Monopiles als Gründungsstrukturen für Offshore-Windkraftanlagen. Die Veranstaltungsreihe wurde vom Maritimen Cluster Norddeutschland in Kooperation mit der Oldenburgischen IHK und der Wirtschaftsförderung Wesermarsch sowie weiteren Partnern ins Leben gerufenen. Gastgeber am 12. April 2018 waren Steelwind Nordenham und Rhenus Midgard.

Herr Dr. Ralf Hubo, Geschäftsführer von Steelwind Nordenham gab interessante Einblicke in die Fertigung und die Verladung von Monopiles als schwere Gründungselemente für Offshore-Windkraftanlagen. Der Einsatz von Monopiles ist im Vergleich zu anderen Gründungsstrukturen besonders wirtschaftlich und auch in großen Wassertiefen zu realisieren. Trotz Ihrer Dimensionen und Ihres Gewichtes gelten Monopiles als verhältnismäßig einfach zu transportieren und aufzubauen. Im Zuge der Energiewende sind weiter wachsende Anlagengrößen zu erwarten, sodass noch größere und schwerere Monopiles geplant werden, die neue Herausforderungen in der Logistik mit sich bringen. Der Standort Blexen verfüge mit seinem Heavy Lift Terminal über ideale Voraussetzungen und sei damit als Produktionsstandort für die Offshore-Windenergiebranche zukünftig weiter gut aufgestellt.

Der Geschäftsführer von Rhenus Midgard, Herr Uwe Oppitz, informierte über die umfangreichen Aktivitäten in einem der größten öffentlich zugänglichen privaten Häfen Deutschlands. Hauptsächlich werden flüssige und feste Massengüter, Kohle, Holz und Stahl sowie als besonderes Tätigkeitsfeld viele hundert Kilometer von Seekabeln und Bauteilen für die Offshore-Branche verladen. Am Standort Blexen werden zudem RoRo-Güter und Zink- sowie Bleikonzentrate umgeschlagen und gelagert.

Im Anschluss konnten die Teilnehmer unter fachkundiger Führung von Dr. Hubo und Herrn Oppitz bei einer Rundfahrt mit einem Bus durch die Hafenanlagen die beeindruckenden Dimensionen der Monopiles auf sich wirken lassen und sich von der Seekabelverladung selbst ein Bild machen.

Auf der Mini-Messe, welche einen festen und wichtigen Bestandteil des Maritimen Marktplatzes darstellt, präsentierten 17 Unternehmen aus ganz Norddeutschland sich und ihre Tätigkeitsbereiche dem Publikum. An den Ständen war ein reger Austausch zu vielfältigen Fachthemen zu verzeichnen. Den branchenübergreifenden Austausch von Unternehmen zu fördern, ist ein Kernanliegen des Maritimen Clusters Norddeutschland – über Bundes- und Ländergrenzen hinweg.

 

Über den Maritimen Marktplatz Nordwest

Das Maritime Cluster bietet zusammen mit Kooperationspartnern eine Plattform für die Vernetzung und den Informationsaustausch in der Region Nordwest. Der Maritime Marktplatz Nordwest ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat des Maritimen Clusters Norddeutschland, der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven und der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH.