24. November 2018

Neue MCN-Fachgruppe Innovationsmanagement

Referenten, Fachgruppenleiter und Moderatoren beim Gründungsworkshop der neuen Fachgruppe Innovationsmanagement

Referenten, Fachgruppenleiter und Moderatoren beim Gründungsworkshop der neuen Fachgruppe „Innovationsmanagement – Methoden, Finanzierung und Fördermittel“ (v.l.n.r.): Jessica Wegener (Geschäftsführerin MCN e. V.), Matthias Brucke (Inhaber embeteco GmbH & Co. KG, Fachgruppenleiter), Axel Weber (CEWE Stiftung & Co. KGaA), Prof. Dr. Axel Hahn (OFFIS e. V., Fachgruppenleiter), Henning Edlerherr (MCN e. V., Geschäftsstelle Niedersachsen) – Bildrechte: MCN e. V.

Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) hat die neue Fachgruppe Innovationsmanagement gegründet. Ziel der Fachgruppe ist es, Unternehmen dabei zu helfen, Innovationen methodengestützt zu entwickeln, zu finanzieren, zu vermarkten und nachhaltig zu managen sowie rechtlich zu schützen. Damit möchte das MCN einen „Werkzeugkasten Innovationsmanagement“ zur Verfügung stellen, den die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem auch bei der inhaltlichen Arbeit in den anderen Fachgruppen und darüber hinaus gewinnbringend einsetzen können. „Die Fachgruppe Innovationsmanagement ist eine perfekte Ergänzung der bisher bestehenden MCN-Fachgruppen, anhand derer das Thema Innovation systematisch und querschnittsorientiert verankert wird“, sagt Geschäftsführerin Jessica Wegener.

Zur Gründungsversammlung am 19. November kamen rund 40 Personen in das Technologie- und Gründerzentrum Oldenburg. „Insbesondere in Zeiten von Fachkräftemangel ist ein systematisches und zielgerichtetes Auseinandersetzen mit Innovationen wichtig, um Kapazitäten effizient einzusetzen. Die neue Fachgruppe Innovationsmanagement im MCN wird somit einen echten Mehrwert bieten“, sagt Dominik Eisenbeis, Vorsitzender des MCN e. V. Koordiniert wird die neue Fachgruppe von Dr. Susanne Neumann aus der Geschäftsstelle Niedersachsen. Um die weitere Arbeit der Fachgruppe seitens der Wirtschaft zu begleiten, stellen sich Matthias Brucke, Inhaber embeteco GmbH & Co. KG, Prof. Dr. Axel Hahn, Vorstand OFFIS e. V. und Prof. Dr. Klaus Windeck, Jade Hochschule, als Fachgruppenleitung zur Verfügung. Die Fachgruppenleitung wird durch einen siebenköpfigen Lenkungsausschuss ergänzt, der die inhaltliche Arbeit begleiten wird.

Ein funktionierendes Innovationsmanagement ist eine wichtige Grundlage dafür, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und selbst unter stark veränderten Marktbedingungen wettbewerbsfähig zu bleiben. Was dies konkret bedeutet, zeigte Axel Weber, Leiter Investor Relations sowie Planung & Reporting bei der CEWE Stiftung, eindrucksvoll auf. Das Unternehmen CEWE aus Oldenburg, das über Jahrzehnte als Kerngeschäft die Entwicklung von analogen Filmen betrieben hat, ist nach einem langen Transformationsprozess nun als digitaler Fotodienstleister erfolgreich – das ehemalige Kerngeschäft spielt dagegen nahezu keine Rolle mehr. Bei der Gründungsveranstaltung berichtete Weber von den Veränderungsprozessen.

Als einer der Initiatoren der Fachgruppengründung gab Matthias Brucke in seinem Impulsvortrag Einblicke, welche Veränderungen mittelständische Unternehmen benötigen, um ihre Transformationsprozesse erfolgreich bewältigen und neue Geschäftsfelder besetzen zu können. Einen besonderen Stellenwert nimmt Brucke zufolge dabei die Unternehmenskultur ein. Unternehmen, die innovativ werden wollen, benötigten eine Innovationskultur und ein entsprechendes Innovationsmanagement. Unternehmensstrategien müssten heute sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltig sein. Speziell mittelständischen Unternehmen müsse heute der Balanceakt gelingen, zwischen einer hohen Auslastung im operativen Tagesgeschäft zum einen, und der Erfordernis einer Anpassung ihrer strategischen Ausrichtung und möglicherweise sogar ihres Geschäftsmodells zum anderen. Nur so könnten sie ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Dafür benötigen sie Brucke zufolge ein individuelles Innovationsmanagement mit passgenauen Methoden und Werkzeugen. Als Beispiel nannte er dafür die Methode der „Effectuation“, seine Empfehlung: „Scheitern Sie günstig und schnell, nur so lernt man.“

Konkrete Unterstützungsbedarfe wurden in der anschließenden Zukunftswerkstatt unter Leitung von Prof. Dr. Axel Hahn aufgenommen und diskutiert, um in der weiteren Arbeit der Fachgruppe Berücksichtigung zu finden. Hierbei wurden zunächst auftretende Probleme sowohl inhaltlicher und kultureller Art, wie auch Verbesserungspotenziale des Innovationsumfeldes und Managements identifiziert. „Ein verbesserter Zugang zu Fördermitteln und Kapital ist eines der Themen, zu dem wir einen großen Informationsbedarf ermittelt haben“, betonte Hahn. Hier können spezielle Beratungsangebote, eine neue Innovations-Infrastruktur und neue Networking-Angebote zum Erfahrungsaustausch helfen, sind sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zukunftswerkstatt einig. Eine Plattform für den „Best-Practice“-Austausch sollte nicht nur technische Themen adressieren, sondern sich vor allem auf die Strukturen, Prozesse und die Rolle von Innovation im Unternehmen konzentrieren. Erstrebenswert wäre zudem eine Verbesserung der Innovations-Infrastruktur, insbesondere durch Vereinfachung von Förderprogrammen und durch die Reduktion des administrativen Aufwands.

Den Auftakt der Fachgruppenaktivitäten wird die Organisation einer Veranstaltung Anfang 2019 darstellen, in der sich Unternehmensvertreterinnen und -vertreter über Misserfolge und „Lessons learned“ im Bereich des betrieblichen Innovationsmanagements austauschen können.

Die Fachgruppe Innovationsmanagement steht allen interessierten Unternehmen offen. Weitere Informationen zur Fachgruppe und zur Teilnahme erhalten Sie von Dr. Susanne Neumann.

 

Kontakt zur Fachgruppe

Dr. Susanne Neumann, Geschäftsstellenleitung MCN Niedersachsen
04404 98786-15, susanne.neumann@maritimes-cluster.de

Henning Edlerherr, Projektmanager MCN Niedersachsen
04404 98786-14, henning.edlerherr@maritimes-cluster.de