29. Juni 2022

Maritimes Cluster Norddeutschland feiert Jubiläum und stellt sich für die Zukunft auf

Anlässlich seiner Jubiläumsfeier hat das MCN Ende Juni auf elf spannende Jahre zurückgeblickt und über die künftige Struktur des maritimen Netzwerks diskutiert. Für einige Ämter fanden im Zuge der vorausgegangenen Mitgliederversammlung Wahlen statt.

Wie sehr sich das MCN innerhalb von elf Jahren seit seiner Gründung etabliert hat, unterstrich Claudia Müller, Maritime Koordinatorin des Bundes, anlässlich ihrer Begrüßungsrede zur Jubiläumsfeier am 27. Juni in der Kulturwerft Gollan in Lübeck. „Im Maritimen Cluster Norddeutschland diskutieren Expertinnen und Experten die großen Herausforderungen der Branche und darüber, wie man die maritime Wirtschaft voranbringen kann. Es ist mir deshalb ein Anliegen, das MCN in Gesamtdeutschland sichtbar zu machen.“ An ein Alleinstellungsmerkmal erinnerte Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister, Dr. Bernd Buchholz: „Das MCN ist derzeit das einzige Cluster, in dem die fünf norddeutschen Bundesländer zusammenarbeiten.“

Dass die Mitgliederversammlung und anschließende Feier in Deutschlands nördlichstem Bundesland stattfanden, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ging die Initiative 2011 zunächst von Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen aus, kurz darauf schlossen sich Bremen und Mecklenburg-Vorpommern an. Wie stark das Cluster gewachsen ist, zeigt eindrucksvoll die inzwischen auf mehr als 375 gewachsene Zahl der Mitglieder, von denen rund 100 der Einladung folgten.

„Auch das MCN muss sich innerhalb der eigenen Struktur erneuern und stärken, um innovationsfähig zu bleiben“

Ein zentrales Thema der Mitgliederversammlung war die Strukturänderung des MCN: „Im Vereinszweck steckt als wesentliches Kernziel die Stärkung der Innovationskraft und auch das MCN muss sich innerhalb der eigenen Struktur erneuern und stärken, um innovationsfähig zu bleiben“, sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Knut Gerdes. Dies gelte insbesondere deshalb, weil die maritimen Bereiche breit gefächert seien und die Themen der Zeit in Zukunft einiges abfordern würden. „Daher begrüße ich ausdrücklich, dass wir eine Machbarkeitsstudie durchführen, die uns zeigen wird, welche Organisationsstruktur geeignet ist, um noch zielgerichteter zu agieren“, so Gerdes.

Neue Vorstände und Revisoren gewählt

Im Rahmen der Versammlung haben die MCN-Mitglieder – zeitlich versetzt, wie bereits in den Vorjahren – einzelne Ämter des Vorstands neu gewählt. Neuer Vorsitzender ist Prof. Bastian Gruschka, Hochschule Bremen. „Ich bedanke mich sehr für das Vertrauen der Mitglieder aus den fünf Küstenbundesländern und freue mich darauf, das MCN bei den aktuellen Herausforderungen zu unterstützen sowie die maritime Wirtschaft, die Wissenschaft und die Politik weiter zu vernetzen“, sagte Gruschka.

„Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre danken wir Knut Gerdes sehr. Er hat wesentlich zum Erfolg des MCN beigetragen und die Weichen für das Prüfen der Strukturänderung gestellt“, betonte Geschäftsführerin Jessica Wegener. „Mit Prof. Bastian Gruschka haben die Mitglieder einen würdigen Nachfolger gewählt, mit dem wir den angestrebten Kurs fortführen.“

Erneut von den Mitgliedern zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde Martin Pieper, Martin Pieper Unternehmensberatung. Neue Beisitzer sind Holger Ritter, Drynet, und Torben Taeger, Alfa Laval Mid Europe. Revisoren sind der wiedergewählte Sebastian Echternach und der neu gewählte Frank Kerstedt, beide von der Mazars Steuerberatung.

Fotos: Silke Heyer Photographie