Maritimer Kalender

Geschäftsanbahnung Irland (Hafenausrüstung, Hafenlogistik und Hebezeuge)

22.05.2023 – 25.05.2023
Irland
Weitere Veranstaltungen

Vom 22.05.23 bis zum 25.05.23 führt die AHK Irland, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnung nach Irland durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Die Geschäftsanbahnungsreise richtet sich an kleine und mittlere deutsche Unternehmen aus dem Bereich Hafenausrüstung, Hafenlogistik und Hebezeuge. Das Projekt soll diese Unternehmen bei der Erschließung des Auslandsmarkts Irland, der Positionierung im internationalen Umfeld und dem Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen unterstützen. Die Teilnehmenden der Geschäftsanbahnung erhalten durch eine Zielmarktanalyse detaillierte Informationen über die wirtschaftliche Lage, Marktchancen und rechtliche Rahmenbedingungen in Irland. Eine Konferenz und Networking-Veranstaltungen bieten Gelegenheiten, erste Kontakte zu knüpfen und diese durch individuell vorbereitete Geschäftsgespräche zu vertiefen. Somit wird den Unternehmen der Einstieg in den irischen Markt erleichtert. Zum jetzigen Zeitpunkt gehört Irland nicht zu den großen Handelspartnern der Bundesrepublik Deutschland. Irland bietet jedoch in den nächsten Jahren erhebliche Wachstumschancen für deutsche Exporteure. Dafür sorgen das überdurchschnittliche Wirtschaftswachstum des Landes und die Folgen des Brexits.

 

Vorläufiges Programm (Änderungen vorbehalten)

22.05.23

  • Individuelle Anreise nach Dublin (bis ca. 15:00 Uhr),
  • Teilnehmerbriefing: Vorstellung des Markterschließungsprogramms für KMU, der wirtschaftlichen Lage in Irland, der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen und Informationen zur Mitarbeiterentsendung

23.05.23

  • Fachkonferenz und Präsentation der deutschen Unternehmen
  • Networking und individuell vereinbarte B2B-Kontaktgespräche mit ausgewählten potenziellen irischen Geschäftspartnern

24.05.23

  • Branchenrelevanter Projektbesuch
  • B2B-Kontaktgespräche mit ausgewählten irischen Geschäftspartnern

25.05.23

  • B2B-Kontaktgespräche mit ausgewählten irischen Geschäftspartnern
  • Abschlussgespräch und Abreise der dt. Unternehmen

 

Anmeldeschluss: 27.02.23

Weiter Infos können Sie dem im Downloadbereich beigefügtem Dokument entnehmen.

 

 

 

Aktuelle Wirtschaftsentwicklung in Irland

Irlands Wirtschaft boomt und hat sich in den vergangenen Jahren als ein attraktiver Standort für multinationale Unternehmen bewährt. Insbesondere durch den wettbewerbsfähigen Körperschaftssteuersatz und die enge Vernetzung mit der Europäischen Union, ist Irland für ausländische Investoren sehr interessant. Um den erhöhten Warenaufkommen und der Verschiebung der Warenströme im Rahmen des Brexits gerecht zu werden, wird Irland als Insel in den Auf- und Ausbau von Hafeninfrastruktur investieren. Hier ergeben sich attraktive Geschäftschancen für deutsche Unternehmen.

Irland ist eines der wenigen Länder dessen Wirtschaft in den Jahren 2020 und 2021 trotz der Corona Pandemie gewachsen ist. Auch in Zeiten beschleunigender Inflation, neu entflammter geopolitischer Krisen innerhalb Europas und anhaltender Lieferkettenprobleme bleiben die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung Irlands hoch. Für das Jahr 2022 wird das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Irland auf 7,9% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Irland gehört also vermutlich auch 2022 wieder zu den europäischen Wachstumsspitzenreitern.

Der Brexit und die damit verbundenen zollrechtlichen Anpassungen hinterlassen deutliche Spuren. Sowohl der Handel als auch die Investitionen aus dem Vereinigten Königreich sind zurückgegangen. Es wird vermehrt versucht die britischen Produkte und Lieferanten mit EU-Zulieferern zu ersetzen. Lieferketten verschieben sich, Irland sucht nach Alternativen und muss die Infrastruktur anpassen. Der im Oktober 2021 veröffentlichte “National Development Plan 2021-2030” sieht vor bis Ende 2030 165 Mrd. Euro in den Ausbau der irischen Infrastruktur fließen zu lassen und hierbei besonders auf die Häfen zu setzen.

 

Zielbranche Hafenwirtschaft

Die Häfen der irischen Insel bilden das logistische Tor zur Außenwelt und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mehr als 90% des irischen Handelsvolumens wird auf dem Seeweg importiert und exportiert. Im 1. Quartal 2022 wurden in den irischen Häfen 12,7 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen, was ein Anstieg um 4% im Vergleich zum Vorjahresquartal darstellt. Zusätzlich werden jährlich 4,5 Mio. Passagiere über den Seeweg nach Irland befördert. Eine leistungsfähige nationale Hafeninfrastruktur ist von großer Bedeutung für den täglichen Ablauf des Handels- und Reiseverkehrs für Personen und Güter nach Irland und von der Insel weg. Auch die Verschiebung von Lieferketten als Folge des Brexits erhöht die Notwendigkeit von leistungsstarken, modern ausgestatteten Häfen erheblich.

Hervorzuheben ist zudem, dass Häfen eine entscheidende Rolle in der Energiewende spielen werden. Um die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen, muss Irland die Häfen ausbauen und anpassen. Bis 2030 sollen in Irland 70% des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien bezogen werden. Wind ist hierbei der treibende Faktor. Ein besonderer Fokus liegt vor allem auf der Offshore-Windkraft: bisher wird nahezu gar keine Elektrizität vor der Küste generiert. Im Bereich Offshore gibt es bis dato lediglich einen 25 MW Pilotwindpark - bis 2050 sollen es 30GW sein. Das Wachstum der Offshore-Windenergie-Branche in der Region bietet eine Gelegenheit für irische Häfen nicht nur die irische, sondern auch die britische und sogar die europäische Offshore-Windindustrie zu bedienen. Notwendig ist hierbei allerdings, dass die bereits vorhandene Hafeninfrastruktur erweitert und aufgerüstet wird.

 

Beispiele für Häfen mit Expansions- und Investitionsplänen: 

Shannon Foynes Port: 

Shannon Foynes Port ist Irlands zweitgrößter Hafen mit einer Vielzahl von Frachtumschlagsdiensten sowie mehr als sechs Hafenterminals. Außerdem stellt Shannon Foynes Port Lager- und Logistikdienstleistungen bereit und wickelt mehr als 35% aller Massengüter Irlands ab. Der Hafen von Shannon Foynes ist in der Lage, die größten in irische Gewässer einlaufenden Schiffe mit einer Tragfähigkeit von bis zu 200.000 dwt abzuwickeln.

Shannon Foynes Port möchte ca. 350 Mio. Euro für neue Einrichtungen investieren, die bis 2027 gebaut werden sollen und zu etwa einem Drittel von der EU finanziert werden. Geplant sind 1 Mio. m² Lagerfläche in den kommenden sieben Jahren. Schätzungen zufolge werden sich die Gesamtinvestitionen in den nächsten 10 Jahren auf etwa 1 Mrd. Euro belaufen.  

Dublin: 

Dublin Port ist der größte Hafen der irischen Insel. In Q1 2022 entfielen auf den Dubliner Hafen 62% aller Schiffsankünfte in irischen Häfen. Der Hafen Dublin investiert bis 2040 insgesamt über 400 Mio. Euro unter anderem den Bau des größten Containerterminals im Land mit einem jährlichen Umschlagsvolumen von 612.000 TEU ein, hinzu kommt ein neues RoRo-Frachtterminal.

  • Bau des größten Containerterminals des Landes mit einer jährlichen Umschlagskapazität von 360.000 Containern (612.000 TEU).
  • Sanierung eines bestehenden Containerterminals mit dem Ziel ein neues Ro-Ro-Frachtterminal mit einer jährlichen Umschlagskapazität von 288.000 Frachtanhängern zu schaffen.
  • Schaffung eines Schiffswendekreises mit einem Durchmesser von 325 Metern.

Rosslare: 

Im Zuge veränderter Güterströme post-Brexit wird Rosslare Europort als dem europäischen Festland nächstgelegener Hafen weiter ausgebaut und modernisiert und plant dafür bereits 90 Mio. Euro zu investieren. Hierfür hat der Hafen bereits ein 18 Hektar großes Gelände erworben.

Der Investitionsplan beinhaltet folgende Maßnahmen: 

  • neuer Frachtabfertigungsbereich  
  • 1,5 Mio. Euro in Digitalisierung 
  • Umbau der wichtigsten Be- und Entladebereiche an den Liegeplätzen  
  • Bereiche für die Lagerung von Importanhängern 
  • Modernisierung der Abfertigung von Personenkraftwagen  

Vom 22.05.23 bis zum 25.05.23 führt die AHK Irland, im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, eine Geschäftsanbahnungsreise aus dem Bereich Hafenausrüstung, Hafenlogistik und Hebezeuge nach Irland durch. Es handelt sich dabei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des Markterschließungsprogramms für KMU. Zielgruppe sind vorwiegend kleine und mittlere deutsche Unternehmen (KMU).

Das Projekt soll diese Unternehmen bei der Erschließung des Auslandsmarkts Irland, der Positionierung im internationalen Umfeld und dem Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen unterstützen. Die Teilnehmenden der Geschäftsanbahnung erhalten durch eine Zielmarktanalyse detaillierte Informationen über die wirtschaftliche Lage, Marktchancen und rechtliche Rahmenbedingungen in Irland. Eine Konferenz und Networking-Veranstaltungen bieten Gelegenheiten, erste Kontakte zu knüpfen. Kernstück der Reise sind im Vorfeld auf die Anforderungen der Teilnehmenden zugeschnittene Gespräche mit potenziellen irischen Geschäftspartnern und Kunden.

Kontaktperson für Rückfragen

German-Irish Chamber of Industry and Commerce - AHK Ireland
5 Fitzwilliam Street Upper
Dublin 2, D02YH95 
Tel:  +353 87 252 8886
E-Mail: peter.grzywinski@german-irish.ie
Web: www.german-irish.ie              

David Parkmann, Leiter DE International, AHK Irland 
Tel: +353(0)873168343 
E-Mail: david.parkmann@german-irish.ie
                                                                          

Quellen
Textquelle:

AHK Irland

Zurück zur Übersicht