MN3D – ZIM-Kooperationsnetzwerk für „3D-Druck in der maritimen Branche“

Die wachsende Durchdringung der industriellen Fertigung durch IT und Internet und die damit einhergehende Integration der physischen und der digitalen Welt spielt in der heutigen Wirtschaft eine immer wichtigere Rolle. Bezogen auf die maritime Wirtschaft werden additive Fertigungsverfahren dabei in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Zu diesen Verfahren zählen Prozesse, bei denen auf Basis von digitalen Konstruktionsdaten durch das Ablagern von Material schichtweise ein Produkt oder Bauteil aufgebaut wird. Diese Verfahren werden additive Fertigungsverfahren oder im allgemeinen Sprachgebrauch 3D-Druck genannt. Der 3D-Druck birgt eine bisher nicht vorhandene Design-Freiheit, sodass auch besonders komplizierte 3D-Geometrien verwirklicht werden können. Das Maritime Cluster Norddeutschland beschäftigt sich aus der Geschäftsstelle Hamburg heraus bereits seit 2016 mit additiven Fertigungsverfahren und deren Potentialen. Aufgrund des großen Interesses und der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in der maritimen Branche hat die Geschäftsstelle Hamburg im Jahr 2018 beschlossen, sich intensiver mit diesem Thema zu befassen.

Über das Maritime Cluster Norddeutschland, welches die Digitalisierung und insbesondere den 3D-Druck als strategisches Schwerpunkthema verfolgt, sind verschiedene maritime Akteure zusammengekommen und gründeten hervorgehend aus verschiedenen MCN Workshops eine Gruppierung aus Unternehmen, die den maritimen 3D-Druck voranbringen möchte. Das aus dieser Gruppe Anfang 2020 entstandene Kooperationsnetzwerk MN3D wird nun gemeinsam an der Weiterentwicklung dieses zukunftweisenden Trends forschen und entwickeln. Mechanische Einflüsse, Umweltbelastungen als auch erforderliche Lebensdauern im Schiffbau stellen wesentliche Entwicklungshürden dar. Das Netzwerk will diese Hürden überwinden und die additive Fertigung bezogen auf das spezielle Anforderungsprofil der maritimen Branche weiterentwickeln. Dabei sollen besonders die Themenfelder der Oberflächenbeschaffenheit, Materialen, Sensorik, Bauteilgröße und Standzeiten im Fokus stehen. Zielstellung ist, Wartungen und Reparaturen schneller und ortsunabhängiger durchführen zu können und die Potentiale der additiven Fertigung auch in der maritimen Branche voll auszuschöpfen.

Vor diesem Hintergrund wird das Kooperationsnetzwerk MN3D seit dem 1. Januar 2020 über die ZIM Kooperationsnetzwerkförderung gefördert.

 

Die bisherigen Netzwerk Partner

A.WINTER 3D-Konstruktions GmbH, FEM-Composites, Gebr. Friedrich Industrie- und Elektrotechnik GmbH, Gebr.Potthast Kunststoffspritzguss GmbH & Co. KG, GEFERTEC GmbH, JBS System GmbH, Rolf Lenk Werkzeug- u. Maschinenbau GmbH, S.M.I.L.E.-FEM GmbH, Treo – Labor für Umweltsimulation GmbH, Weihe GmbH

Assoziierte Partner

DNV GL SE, HPA Hamburg Port Authority, Maritimes Cluster Norddeutschland, Mecklenburger Metallguss GmbH, REINTJES GmbH, SLM Solutions Group AG, thyssenkrupp Marine Systems GmbH

Beteiligte Forschungseinrichtungen

Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT, Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, Hochschule Flensburg

Netzwerkmanagementagentur

DSN Connecting Knowledge

 

 

Kontakt

Maritimes Cluster Norddeutschland e. V.
Geschäftsstelle Hamburg
Wexstraße 7
20355 Hamburg

Lina Harms, Geschäftsstellenleitung
lina.harms@maritimes-cluster.de
+49 40 227019-492