Das Exponat

Sie sehen hier zwei Testplatten zur Erprobung von Antifoulingbeschichtungen für Schiffsrümpfe und andere technische Einsatzgebiete im Meerwasser.
Die linke Platte hat als Kontrollplatte keinen Anstrich gegen Biofouling. Sie zeigt, wie viel Bewuchs sich nach 4 Jahren im Hafen von Norderney (Nordsee) ansiedelt, wenn kein Bewuchs-Schutz (Antifouling) vorhanden ist. Dominant sind filtrierende Miesmuscheln mit zahlreichen Seepocken. Zudem sind weiße, wabenartige Kolonien von Moostierchen sowie im unteren Bereich Polypentierchen zu erkennen. Vereinzelt treten auch bewegliche Nesseltiere (z. B. Anemonen) auf.
Die rechte Platte ist mit einem ungiftigen, silikonhaltigen Anstrich vor Biofouling geschützt. Ein enthaltenes Hydrogel bildet eine Schleimschicht an der Oberfläche, die vor Makrobewuchs schützt.
Das Antifouling-Netzwerk

Biofouling stellt für Schiffe eine erhebliche Herausforderung dar: Durch den erhöhten Reibungswiderstand am Schiffsrumpf sinken Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz spürbar. Zu den Folgen zählen ein erhöhter Treibstoffverbrauch, steigende Emissionen sowie das Risiko der Einschleppung invasiver Arten.
Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) begleitet das Thema Antifouling seit vielen Jahren und hat ein starkes Netzwerk aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbänden und Behörden aufgebaut. Dieses Netzwerk vereint Akteur:innen, die effektive und zugleich umweltverträgliche Lösungen gegen Biofouling entwickeln, anbieten oder regulatorisch und unterstützend begleiten – darunter beispielsweise Dr. Brill und Partner – Institut für Antifouling und Biokorrosion, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sowie verschiedene Sportbootverbände.
Neben der Organisation von Fachveranstaltungen und Exkursionen zum Thema Antifouling beauftragt das Maritime Cluster Norddeutschland praxisnahe Marktübersichten, Studien und weitere Publikationen, die als wichtige Entscheidungs- und Wissensgrundlage für die maritime Branche dienen. Darüber hinaus initiiert und begleitet das MCN themenspezifische Projekte, um innovative Ansätze gemeinsam mit Partner:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung gezielt voranzubringen.
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