Im Team Akzente setzen
Bastian Gruschka: Vorstandsarbeit bringt einen inhaltlichen Gewinn

Jeder Verein braucht einen gewählten Vorstand – so auch das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN). Gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern sowie den Vertreter:innen der Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist dieses Gremium ein wichtiger Impulsgeber für das Cluster, berichtet der Vorstandsvorsitzende Prof. Bastian Gruschka.
Wenn bereits zwei Generationen in der Familie beruflich mit Seewasser und Schifffahrt zu tun hatten, „ist der Weg in die maritime Branche gewissermaßen vorgezeichnet“, sagt Prof. Bastian Gruschka mit einem Schmunzeln. Doch nicht allein die Familientradition führte ihn dazu, zur See zu fahren, Schiffsbetriebstechnik zu studieren, einen Master im Maritimen Management zu absolvieren, leitende Positionen im Schiffbau zu übernehmen und heute Professor für Maritime Technologien, Dekan an der Hochschule Bremen sowie Geschäftsführer des Ingenieurbüros blueMEC GmbH zu sein. „Die Vielfalt der maritimen Wirtschaft und ihrer Themen ist einfach faszinierend“, sagt der 44-Jährige.
Diese Vielfalt begleitet ihn auch in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit: Seit Oktober 2021 ist Gruschka Vorstandsvorsitzender des Maritimes Cluster Norddeutschland e. V. „Dank seiner mehr als 350 Mitglieder aus allen Bereichen der maritimen Industrie steckt im Cluster unglaublich viel Know-how“, ist er überzeugt. „Schon allein deshalb ist es spannend, sich hier ehrenamtlich zu engagieren.“
Dass das Maritime Cluster Norddeutschland neben der hauptamtlichen Geschäftsführung auch einen ehrenamtlichen Vorstand hat, ist zunächst eine formale Notwendigkeit: „Das MCN ist ein Verein, in dem – so will es das Gesetz – ein von den Mitgliedern gewählter Vorstand die Verantwortung trägt“, erläutert Gruschka. In Zeiten nachlassenden ehrenamtlichen Engagements gilt Vorstandsarbeit vielen nicht mehr als besonders attraktiv. „Auf das MCN trifft das ganz sicher nicht zu“, hält Bastian Gruschka diesem Vorurteil entgegen. Seine Begründung: „Hier gibt es große Gestaltungsmöglichkeiten – und Menschen sowie Institutionen, die den Wert dieses Engagements zu schätzen wissen.“
Seit mehr als 25 Jahren in der maritimen Branche zu Hause

Die thematische Breite und die vielfältigen Aufgaben im MCN kennt Prof. Gruschka aus seinem inzwischen mehr als 25 Jahre währenden Berufsleben. Ganz nah am handwerklichen Kern begann er mit einer Ausbildung zum Maschinenbaumechaniker. Als Technischer Offizier auf Schiffen der Deutschen Marine und später der Handelsschifffahrt erlebte er den praktischen Alltag und die Herausforderungen auf See. Anschließend sammelte er als Projektleiter auf zwei Werften umfangreiche Erfahrungen im Schiffbau und im engen Austausch mit zuliefernden Partner:innen.
Heute steht er als Inhaber eines Ingenieurbüros und Professor für Maritime Technologie mitten in den Zukunftsthemen der Branche. Als Dekan einer Hochschule kennt er zudem die administrativen Anforderungen sowie die Schnittstellen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. „All diese Aspekte beschäftigen auch das MCN“, sagt er. „Deshalb war es für mich nur konsequent, mich über die reine Mitgliedschaft hinaus hier zu engagieren.“
Engagement bedeutet Arbeit. „Aber der Zeitaufwand ist mit vielleicht fünf Stunden pro Woche überschaubar“, betont Gruschka. Natürlich gehören dazu auch Routineaufgaben, denn die Aufgaben eines Vereinsvorstandes sind gesetzlich klar umrissen. Vor allem geht es jedoch darum, gemeinsam mit den hauptamtlichen Fachleuten die inhaltliche Arbeit zu gestalten. Der wöchentliche Jour fixe mit der Geschäftsführung, die monatlichen Abstimmungen im gesetzlichen Vorstand, die vier regulären Vorstandssitzungen sowie zwei Klausurtagungen pro Jahr und nicht zuletzt die jährliche Mitgliederversammlung bilden die Basis für detaillierte Informationen und Impulse aus der gesamten Bandbreite der maritimen Wirtschaft.
Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen, der enge Kontakt zu den MCN-Geschäftsstellen in den fünf Küstenbundesländern, der Austausch mit den Fachabteilungen der jeweiligen Landesregierungen sowie die Verbindungen zu Branchenorganisationen. „Man kann auf vielfältige Weise Impulse geben – und bekommt vor allem selbst sehr viele Impulse zurück“, berichtet Bastian Gruschka aus seiner Vorstandsarbeit.
Das MCN ist ein aktives Netzwerk - „das macht den Reiz der Vorstandsarbeit aus“
Am Ende prägen die aktiven Ehrenamtlichen – dazu zählen die Engagierten in den Fachgruppen und im Beirat – ebenso wie die Hauptamtlichen in den Geschäftsstellen und im zentralen Clustermanagement die inhaltliche Arbeit und den Austausch im MCN. „Das MCN wurde für aktives Netzwerken geschaffen“, betont Bastian Gruschka. „Genau das macht den Reiz der Vorstandsarbeit aus.“