03. Dezember 2020

Workshop deutsch-dänische Innovationen in der maritimen Wirtschaft

Dänemark, Flagge

Bildrechte: Pixabay

Durch den nun beschlossenen Bau des Fehrmarnbelt-Tunnels werden Deutschland und Dänemark noch näher zusammenrücken. Was bedeutet das für die Wirtschaft und wie können sich die Unternehmen beiderseits des Fehmarnbelt- Tunnels auf die neue Situation vorbereiten?

Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, sorgt bereits heute das deutsch-dänische Interreg Projekt German-Danish Innovation (GDI) dafür, dass sich schon heute Unternehmen von beiden Seiten des Belts miteinander vernetzen, gemeinsame Innovationsprojekte anstoßen und den Zugang zum jeweils anderen Markt ermöglichen.

Organisiert von der Kieler Wirtschaftsförderung (KiWi) in Kooperation mit der Geschäftsstelle Schleswig-Holstein des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) fand am 19.11.2020 im Rahmen des Projekts ein Workshop für maritime Unternehmen statt. Knapp 40 Teilnehmende schalteten sich dem virtuellen Workshop zu.

In seinem Vortrag „Dänemark – kleine Unterschiede mit großem Potenzial“ berichtete Robert P. Perz, Deutschlanddirektor von Dansk Industri, über seine eigenen kulturellen Erfahrungen, die er in der langjährigen Zusammenarbeit mit deutschen und dänischen Unternehmen, sammeln konnte. Er verband in seinem Vortrag auf interessante Weise eigene Beobachtungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Kulturunterschieden, wie beispielsweise den Kulturdimensionen von Geert Hofstede. Die Folien zum Nachlesen finden Sie hier (KiWi Kiel).

Im zweiten Teil des Workshops zeigte Dr. Barbara Weig von der KiWi die Ziele und Möglichkeiten des Projekts German-Danish Innovation auf. Das Projektteam unterstützt KMUs und Start-Ups aus der Projektregion (Lübeck, Kiel, Ostholstein, Plön und die Region Seeland auf dänischer Seite) beim Aufbau eines deutsch-dänischen Netzwerks. Morten Pristed, Projektleiter GDI und Mitarbeiter des Ervhervshus Sjælland stellte den teilnehmenden maritimen Unternehmen potenzielle Partner aus dem dänischen Teil der Projektregion vor. Anschließend informierte Patrick Jarosczinsky von Femern Belt Development über die aktuellen Entwicklungen bei Europas größtem Infrastrukturprojekt, der festen Fehmarnbelt-Querung. Unternehmen, die an dem Projekt beteiligt werden möchten, können sich auf Englisch auf folgender Internetseite registrieren: www.femern-marketplace.info.

Zum Abschluss stellte Dr. Sonja Endres, Projektmanagerin beim Maritimen Cluster Norddeutschland, die Internationalisierungsaktivitäten des Clusters insbesondere im Skandinavischen Raum vor. In Kooperation mit internationalen maritimen Clustern und dem Enterprise Europe Network organisiert das MCN u.a. Geschäftsreisen oder internationale Events und beteiligt sich an internationalen Projekten.
Dr. Sonja Endres: „Internationalisierung bedeutet nicht nur Export. Von unseren dänischen Nachbaren können wir viel lernen. Und im Umkehrschluss sie auch von uns. Daher unterstützen wir als MCN den Austausch und die Vernetzung auch gerade in der Pandemie mit grenzübergreifenden Fachvorträgen und Matchmaking-Events.“

Wenn auch Sie Interesse daran haben, Ihre Kontakte zu dänischen Partnern auszubauen, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

Kontakt

Dr. Sonja Endres
Maritimes Cluster Norddeutschland, Geschäftsstelle Schleswig-Holstein
0431 - 66666 - 867
sonja.endres@maritimes-cluster.de