22. September 2021

Rückenwind für das MCN

Die besondere Bedeutung der maritimen Wirtschaft für alle norddeutschen Länder erfordert eine enge Zusammenarbeit bei zahlreichen maritimen Themenstellungen. Seit 2014 kooperieren die Bundesländer Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein im Rahmen des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN). Ihm kommt eine wichtige Funktion an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand zuteil. Nun haben die fünf Bundesländer erklärt, die Zusammenarbeit im Kontext des MCN bis Ende 2026 fortsetzen zu wollen.

„Die maritime Wirtschaft mit all ihren Branchen hat ein großes Potential für die Zukunft. Um dieses auszuschöpfen, gilt es, globalen Entwicklungen, wie den Anforderungen des Klimawandels, Rechnung zu tragen. Die Wichtigkeit eines funktionierenden und leistungsfähigen Clusters ist uns gerade durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie vor Augen geführt worden. Das MCN hat durch die Vernetzung aller beteiligten Akteure in den letzten Jahren einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der maritimen Wirtschaft geleistet. Es freut mich sehr, dass nunmehr die Grundlagen dafür geschaffen wurden, diese wertvolle Arbeit in den kommenden Jahren weiter fortzusetzen“, sagt Dr. Niels Kämpny vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung in seiner Funktion als Ländervertreter und Beisitzer im MCN-Vorstand.

Ziel der bundesländerübergreifenden Kooperation im MCN ist die Stärkung der Innovationskraft und internationalen Wettbewerbsfähigkeit der norddeutschen maritimen Akteur*innen. Das MCN fördert die Vernetzung, unterstützt den Technologie- und Wissenstransfer und initiiert Innovationsprojekte. Damit bildet das Cluster eine Ergänzung zu den etablierten maritimen Verbänden und Organisationen und bietet ihnen Kooperationsmöglichkeiten.

„Wir freuen uns sehr, dass die Küstenländer erklärt haben, die Zusammenarbeit im Kontext des MCN fortsetzen zu wollen. Vielen Dank dafür! Das beweist, dass das Schiff MCN auf Kurs ist“, freut sich Knut Gerdes, Vorstandsvorsitzender des MCN.

„Das Maritime Cluster Norddeutschland begeht in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Der persönliche Austausch der Mitglieder, das Zusammenbringen relevanter Akteur*innen sowie die Entstehung und Begleitung von Projekten und Innovationen werden auch weiterhin höchste Priorität für uns haben“, betont Jessica Wegener, MCN-Geschäftsführerin. Das MCN blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2020 mit steigenden Mitgliederzahlen trotz Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zurück. Insgesamt 46 Projekte und Projektansätze konnten mit Hilfe des MCN angeschoben, umgesetzt oder weiter begleitet werden. Der Wissenstransfer fand in den zehn MCN-Fachgruppen sowie in den im Jahr 2020 größtenteils virtuellen Veranstaltungen des Clusters statt.

„Das Thema Nachhaltigkeit möchten wir auch in den nächsten Jahren vorantreiben und Projekte aus diesem Bereich unterstützen“, sagt Wegener. 2021 verleiht das MCN erstmalig den MCN Cup. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Chancen und Potenzialen der Nachhaltigkeit entlang der kompletten maritimen Wertschöpfungskette. In verschiedenen Preiskategorien werden spannende Innovationsansätze der MCN-Mitglieder prämiert.

Das beim MCN und weiteren Projektpartnern verortete Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen hat zum Ziel, die Schifffahrt zu wirtschaftlichen Bedingungen ressourcenschonender und umweltfreundlicher zu gestalten und befasst sich unter anderem mit Themen wie alternativen Antriebsstoffen und -systemen. Und mit dem im September 2021 gestarteten Projekt GreenOffshoreTech wird das MCN gemeinsam im europäischen Verbund nachhaltige, grüne Innovationen entwickeln. „Im Fokus des Projektes stehen dabei unsere kleinen und mittleren Mitgliedsunternehmen, die mit ihren innovativen Lösungen zur Realisierung des Green Deals in der maritimen Branche beitragen“, erläutert Wegener.