21. September 2021

Parlamentarischer Abend der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein

Parlamentarischer Abend S-H

Katrin Birr (links), Geschäftsführerin der Gebr. Friedrich GmbH & Co. KG, mit IHK-Referentin für maritime Wirtschaft Dr. Sabine Schulz auf dem parlamentarischen Abend für maritime Wirtschaft. © Peter Lühr

Auf dem Parlamentarischen Abend der maritimen Wirtschaft am 26. August 2021 stellte die IHK Schleswig-Holstein ihr Positions- und Forderungspapier vor.

Die maritime Wirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen in Schleswig-Holstein. Sie beschäftigt hochqualifizierte Arbeitskräfte, sichert Lieferketten und ist essenziell für den Welthandel. Die Branche greift auf eine lange Tradition zurück und bietet aufgrund ihrer Vielfältigkeit eine große Zahl maritimer Zukunftsfelder: emissionsfreie, datenbasierte Schifffahrt, innovativer Schiffbau, Häfen und Logistik 4.0, Meerestechnik, Aquakultur, Tiefseebergbau, Offshore-Energieerzeugung und maritimen Tourismus. Besonderheit ist, dass die maritime Wirtschaft an Land und auf See tätig ist und damit andere Formen zur digitalen Vernetzung braucht.

Die digitale Transformation wird, wie andere Wirtschaftszweige auch, die maritime Wirtschaft gravierend verändern. Dies gilt besonders für die Bereiche, deren Voraussetzungen für eine Digitalisierung erst jetzt vorhanden sind, zum Beispiel durch den Einsatz von smarten IoT Lösungen (Internet of Things) und der einfacheren Vernetzung durch 5G-Technologien.
Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, sind passende politische und administrative Rahmenbedingungen nötig, damit die Unternehmen den aktuellen Herausforderungen begegnen und die darin verankerten Chancen nutzen können.

Unternehmen in Schleswig-Holstein haben längst erkannt, dass die digitale Transformation auch im eigenen Unternehmen ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Zukunft im internationalen Wettbewerb ist.

Die genannten Rahmenbedingungen sind die Grundlage für das Positions- und Forderungspapier, welches seitens der IHK Schleswig-Holstein in gemeinsamer Arbeit mit der Wirtschaft entstanden ist: branchen- und fachübergreifend mit den Mitgliedsunternehmen in Schleswig-Holstein, mit Experten aus anderen Branchen und mit wichtigen Impulsen aus der Wissenschaft. Auch die Geschäftstelle des Maritimen Clusters Norddeutschlad wirkte an der Entwicklung mit. 

Die IHK Schleswig-Holstein verfolgt mit diesem Positions- und Forderungspapier verschiedene Ziele:

  • Beleuchtung der vielfältigen Facetten der maritimen Wirtschaft.
  • Aufzeigen, welche großen Potenziale die Digitalisierung mit sich bringt.
  • Benennung daraus entstehender Chancen, besonders für den internationalen Wettbewerb.
  • (An-)Forderungen stellen: an Politik, Verwaltung – und sich selbst.

Die Diskussionen und das Zusammenführen der Inhalte in diesem Papier waren der erste Schritt. Die Weiterentwicklung der Themen und der kontinuierliche Austausch mit den Mitgliedsunternehmen der IHK sowie die Umsetzung der Forderungen gegenüber der Politik sind die weiteren Schritte.

 

Quelle: IHK Schleswig-Holstein