22. Februar 2019

MCN und Mitglieder auf der Messe Einstieg 2019

Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) und seine Mitglieder waren auch 2019 mit einem Gemeinschaftsstand auf der Messe Einstieg, um über Ausbildungs- und Studienangebote in der maritimen Branche zu informieren. Das Thema Fachkräftegewinnung gehört zu den Arbeitsschwerpunkten des MCN.

Rund 330 Hochschulen, Unternehmen und Gap-Year-Anbieter informierten am 22. und 23. Februar 2019 auf der Einstieg in Hamburg zu den Themen Berufswahl, Ausbildung, Studium und Bewerbung. Zum Begleitprogramm der Berufswahlmesse gehörten Bühnenvorträge, eine Berufe-Challenge und ein Bewerbungsforum.

Das Maritime Cluster Norddeutschland und die Mitgliedsunternehmen Amptown System Company, der Bundesverband der See- und Hafenlotsen, HEBITO sowie die Hochschule Bremen stellten an einem Gemeinschaftsstand auf der Einstieg Ausbildungs- und Studienangebote mit maritimen Schwerpunkt vor. Koordiniert wurde der gemeinsame Auftritt von der MCN-Geschäftsstelle Hamburg. In unmittelbarer Nähe zum MCN-Stand befand sich zudem der Messeauftritt des Deutschen Maritimen Zentrums, das in diesem Jahr erstmalig auf der Einstieg dabei war. „Aus Gesprächen mit unseren Mitgliedern wissen wir, welche Relevanz das Thema Fachkräftegewinnung in der maritimen Branche hat. Mit dem Gemeinschaftsstand auf der Einstieg bieten wir unseren Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, vor Ort persönlichen Kontakt zu potenziellen Nachwuchskräften aufzubauen und sie für ihre Berufsangebote zu begeistern“, sagte die Geschäftsstellenleiterin Lina Harms.

Amptown System Company

MCN-Mitglied Amptown System Company (ASC) bildet Elektroniker in der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, IT-System-Elektroniker und Kaufleute für Bürokommunikation an seinen Standorten in Hamburg, Berlin und Frankfurt/Main aus. Das Unternehmen ist in allen Bereichen der Medientechnik, wie Audio-, Video-, Licht- und Netzwerktechnik, unterwegs und bietet eine vielfältige Ausbildung. „ASC ist ein junges Unternehmen mit flachen Hierarchien und angenehmer Arbeitsatmosphäre, mit dem sich die Mitarbeiter identifizieren“, sagte Kristina Hof, Personalreferentin bei ASC.

„Junge Menschen lernen bei Amptown System Company handwerkliches Geschick wie elektrotechnische Zusammenhänge und Grundlagen“, sagte Werkstattleiter Markus Joseph. Die Inhalte sind breit gefächert – von der Hausinstallation bis zur Netzwerktechnik. Ebenso lernen die Auszubildenden gemeinsam im Team auf Baustellen zu arbeiten. Sich auf neue Situationen schnell einzustellen, weil es zum Beispiel die Baustelle erfordert, ist ebenfalls ein Lernbereich.

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Bundesverband der See- und Hafenlotsen

Der Beruf des Lotsen ist der nahtlose Übergang der Nautiker (Kapitäne) vom Schiffs- zum Landberuf. Nach einer mehrjährigen Tätigkeit an Bord von Seeschiffen in der internationalen Schifffahrt bietet der Lotsenberuf den fahrenden Nautikern als Sekundärberuf nach einer achtmonatigen Zusatzausbildung eine spannende und abwechslungsreiche Alternative zur Seefahrt. Der Lotse berät nun auf der Kommandobrücke seine Berufskollegen, die Kapitäne, auf „Augenhöhe“, damit sie die deutschen Reviere und Häfen sicher befahren können.

Qualifizierte See- und Hafenlotsen werden für die sieben Seelotsreviere an Nord- und Ostsee und den zwei Hafenlotsenbrüderschaften in Hamburg und Bremerhaven ständig gesucht. Die freiberuflich arbeitenden Lotsen sind in Lotsenbrüderschaften zusammengeschlossen. „Die Beschäftigung gilt als krisensicher, die eingenommenen Lotsgelder werden in gleichen Anteilen nach einem besonderen Schlüssel verteilt“, sagte Kapitän Uwe Jepsen, Präsident des Bundesverbandes der See- und Hafenlotsen (BSHL). Die Brüderschaften verwalten sich selbst. In der Verwaltung sind verschiedene Tätigkeiten zu besetzen, vom Verwaltungsorgan „Ältermann“ über die Ausschussarbeit bis zu den Lotsenausbildern.

„Der Nachwuchs der Lotsen wird durch Ausbildung und Beschäftigung in der Seeschifffahrt gesichert“, erläuterte Kapitän Jepsen. Durch die von der Bundesregierung aufgelegten Förderprogramme und der finanziellen Unterstützung durch die „Stiftung Schifffahrtsstandort Deutschland“ ist es bereits gelungen, die Beschäftigung unter deutscher Flagge auf einem niedrigen Niveau abzufedern. Seit circa fünf Jahren werden durchgängig rund 600 Arbeitsplätze für JungnautikerInnen auf Schiffen unter deutscher beziehungsweise europäischer Flagge bis zum Erwerb des Befähigungszeugnisses zum Kapitän gefördert.

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HEBITO

HEBITO bietet jungen Menschen berufliche Perspektiven als Full-Stack-Entwickler, Projektmanager und Vertriebsmitarbeiter. Das Unternehmen bildet zudem Anwendungsentwickler und IT-Systemkaufleute aus. Auszubildenden vermittelt HEBITO die notwendigen Fachkompetenzen für die Entwicklung von Software nach modernsten Technologiestandards. Sie erlernen zudem den Vertrieb von Produkten in einer internationalen maritimen Welt.

„Auszubildende haben bei uns einen festen Ansprechpartner, einen sogenannten „Buddy“, in der jeweiligen Fachausrichtung. Darüber hinaus bieten wir flexible Arbeitszeitmodelle“, sagte Heike Wenk-Döge, Geschäftsführerin bei HEBITO. „Bei uns ist man Mensch und keine Nummer.“

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Hochschule Bremen

Die Hochschule Bremen informierte bei der Einstieg 2019 unter anderem zu den Studiengängen Shipping & Chartering (B.A.), Schiffbau- und Meerestechnik (B.Eng.) sowie International Degree Course Ship Management (B.Sc.).

„Das Studium in diesen Bereichen ist sehr praxisorientiert und es gibt kleine Lerngruppen“, sagte Julia Breidenbend aus eigener Erfahrung. Breidenbend ist aktuell Studentin im internationalen Studiengang Shipping and Chartering an der Hochschule Bremen. „In den Vorlesungen der maritimen Studiengänge sitzen in der Regel maximal 40 Studenten“. Die Hochschule sei zudem international ausgerichtet.

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Arbeitsschwerpunkt Personal und Qualifizierung in der maritimen Branche

Mit seinen Mitgliedsunternehmen erarbeitet das Maritime Cluster Norddeutschland Lösungsstrategien und praktische Ansätze zur Fachkräftegewinnung in der maritimen Wirtschaft. Qualifiziertes Personal steht insbesondere den traditionellen Bereichen, wie beispielsweise dem Schiffbau, nicht immer in genügender Anzahl zur Verfügung. Aber auch Branchensegmente, die auf eine kürzere Entwicklungsgeschichte zurückblicken, sind von Personalengpässen betroffen. Den Themen Mitarbeitergewinnung sowie Ausbildung und Weiterbildung widmet das MCN deshalb die Fachgruppe Personal und Qualifizierung.

 


Weitere Informationen zur Einstieg Hamburg unter https://www.einstieg.com/messen/hamburg.html