04. Mai 2022

„Immer offen für neue Impulse“

„Themen abholen, neue Bedarfe und Chancen identifizieren, Partner finden, an Lösungen arbeiten“, so bringt Andreas Born seinen Job auf den Punkt – einen Job, der dem Geschäftsstellenleiter Bremen/Bremerhaven des Maritimen Clusters Norddeutschland „sehr viel Spaß macht, denn der Kontakt zu Menschen steht im Mittelpunkt“.

Seit 2015 führt Born die MCN-Geschäftsstelle mit jeweils einem Büro in Bremen und Bremerhaven, die damals gleichzeitig mit der Niederlassung in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet wurde. „Damit waren dann alle fünf Nordländer an Bord, die Nordrange also komplett“, erinnert sich der 54-Jährige an diesen Meilenstein. Die enge Verzahnung der fünf MCN-Geschäftsstellen liegt dem Diplom-Geographen besonders am Herzen: „Wir haben in Norddeutschland kurze Wege und wir nehmen uns gegenseitig mit – das ist eine Stärke, die auch unsere Mitglieder schätzen“, ist er überzeugt.

Megathema Digitalisierung: von Lifehacks bis hin zu virtuellen Projekträumen 

Mit der Digitalisierung steht gleich zu Beginn seiner Tätigkeit ein Megathema auf der Agenda: „2016 sind wir mit einer großen Präsenzveranstaltung dazu gestartet“. Die Bedrohung durch Cyber-Kriminalität folgte gleich in den kommenden Jahren ­– „Der Anstoß dazu kam dazu aus der Reederschaft“, erinnert sich Born. „Der Wunsch war, an konkreten Praxisbeispielen die Bedrohungslage für die Schifffahrt in Form von Lifehacks aufzuzeigen und im Nachgang an zukünftigen Lösungen zu arbeiten.“

Diesen Wunsch aufgreifend wurden im Nachgang zweier größerer Präsenzveranstaltungen virtuelle Projekträume zur Verfügung gestellt. „Wir wollten neue Formen des kollaborativen Arbeitens ausprobieren und gleichsam dem Wunsch gerecht werden, einen Katalog mit konkreten Abwehrmaßnahmen gegen Cyber-Angriffe zu erstellen“, so Born. Besonders bemerkenswert aus seiner Sicht: „Die Bereitschaft, Erfahrungen und Erkenntnisse mit anderen zu teilen, war bei diesem Projekt erfreulich hoch.“

„Manchmal reicht ein Telefonat, manchmal ist es besser hinzufahren und sich ein Problem vor Ort anzusehen“

Impulse für neue Themen und Fragestellungen holt Andreas Born sich nicht nur aus der maritimen Branche und von den Kollegen und Kolleginnen der anderen Geschäftsstellen ab. „In Bremen haben wir das Glück, dass wir mit anderen Innovationsclustern, wie Luft- und Raumfahrt, Windenergie, Automotive und seit Kurzem auch Nahrungs- und Genussmittel, auf einem Flur sitzen und uns ständig unkompliziert austauschen können – die großen Themen sind überall ähnlich.“

Aber auch der Kontakt zu den Mitgliedern ist für Born eine zentrale Inspirationsquelle: „Manchmal reicht ein Telefonat, manchmal ist es besser hinzufahren und sich ein Problem vor Ort anzusehen“. Mit besonders viel Vorfreude blickt der Geschäftsstellenleiter auf die nach der Pandemie-bedingten Pause nun wieder losgehenden Präsenzveranstaltungen des MCN. „In den legendären Pausengesprächen oder beim informellen Get-together nach einer Veranstaltung bekommt man ein sehr gutes Gespür dafür, was die Branche gerade bewegt“.

Die Bindung von Fachkräften ans Unternehmen ist eine dieser Herausforderungen, die viele MCN-Mitglieder derzeit stark bewegt, hat Born aus unzähligen Gesprächen mitgenommen: „Daraus machen wir jetzt ein großes Zweijahresthema“. Ebenfalls ganz oben im MCN-Themenranking: Methanol als alternativer Brennstoff. „Dazu veranstalten wir in Kürze einen Workshop mit Reedereien – das Interesse ist riesengroß und wir hoffen wieder auf einen sehr offenen Erfahrungsaustausch bei diesem Zukunftsthema“.

Kontakt

Andreas Born, Geschäftsstellenleitung MCN Bremen/Bremerhaven
andreas.born@maritimes-cluster.de, 0421 361-32171