Aktuelles

27. Mai 2019

Hidden Champions, Innovationstreiber und Motoren der Wirtschaft

Der Hafen Brake ist ein wichtiger Umschlagplatz für Massengüter, vor allem im Bereich Agrar und Breakbulk, und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Unterweser-Region. Der Hafenbetreiber J. MÜLLER AG ist dabei ein echter „Hidden Champion“ unter den deutschen Hafenbetrieben. Über 60 Personen aus dem Netzwerk des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) nutzten im Mai 2019 bei der Veranstaltungsreihe Maritimen Marktplatz Nordwest die Gelegenheit, den Hafenstandort Brake kennenzulernen und sich auf der Mini-Messe mit 17 Austellern intensiv zu vernetzen.

Susanne Neumann, Geschäftsstellenleiterin des MCN in Niedersachsen und Martin Heine, Referent für Häfen und Schifffahrt bei der Oldenburgischen IHK, begrüßten die Gäste. Jan Müller, Vorstandsvorsitzender der J. MÜLLER AG und Gastgeber, gab Einblicke in die Entwicklung des hochspezialisierten Hafendienstleisters, der sich seit beinahe 200 Jahren und in sechster Generation in Familienhand befindet. Um den Fortbestand des Familienunternehmens zu sichern, müsse stetig auf neue Bedürfnisse des Marktes und der Kunden eingegangen, eine offene interne Kommunikation gepflegt, und dem technischen Fortschritt durch stetige Investition in neue Anlagen und Maschinen sowie der Qualifizierung der Mitarbeiter Rechnung getragen werden. „Wir verstehen Tradition und Fortschritt nicht als Gegensatz“, sagte Müller.

Dr. Niels Kämpny, Abteilungsleiter Industrie und Maritime Wirtschaft im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, informierte über die hafenpolitische Agenda der Landesregierung. Dabei hob er die erfolgreiche Umsetzung von Infrastrukturprojekten hervor, wie zum Beispiel die optimierte Verkehrsanbindung des Hafens Brake, die mit der Eröffnung der Brücke Berliner Straße wesentlich verbessert wurde. Darüber hinaus nahm Kämpny eine wirtschaftspolitische Betrachtung der EU-Wasserrahmenrichtlinie vor. Neben den möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen durch das angedachte Naturschutzgebiet Tideweser ging er auch auf die Herausforderungen der Hafenbetriebe durch den Brexit ein.

Danach besichtigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Hafen Brake bei einer Busrundfahrt mit Jan Müller und Georg Röver von der J. MÜLLER AG. Auf der Mini-Messe, die einen festen und wichtigen Bestandteil des Maritimen Marktplatzes darstellt, präsentierten sich anschließend 17 Unternehmen aus dem norddeutschen MCN-Netzwerk dem Publikum. An den Ständen stellten sie neben neuen Produkten und Dienstleistungen auch aktuelle Projekte vor. Den Austausch von Unternehmen zu fördern, ist ein Kernanliegen des Maritimen Clusters Norddeutschland – über Branchen und Ländergrenzen hinweg. „Wir freuen uns sehr, dass auf dem Maritimen Marktplatz Nordwest immer wieder die Leistungsfähigkeit und Innovationsfreude der maritimen Unternehmen des Nordwestens eindrucksvoll unter Beweis gestellt wird“, sagte Susanne Neumann vom MCN.

Über den Maritimen Marktplatz Nordwest

Der Maritime Marktplatz Nordwest ist eine Plattform für den Informationsaustausch im Nordwesten. Mit der Veranstaltung verfolgt das Maritime Cluster Norddeutschland das Ziel, Unternehmen der maritimen Branche aus der Region in regelmäßigen Abständen untereinander zu vernetzen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich mit einem Stand zu präsentieren. Der Maritime Marktplatz Nordwest ist ein gemeinsames Veranstaltungsformat des Maritimen Clusters Norddeutschland, der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer und weiteren Kooperationspartnern. 

Kontakt zur MCN-Geschäftsstelle Niedersachsen

Henning Edlerherr, Projektmanager
04404 98786-14, henning.edlerherr@maritimes-cluster.de