27. Juli 2021

Fünf Millionen Euro zur Förderung von Innovationen in KMU

Offshore Drilling

© NiseriN / iStock

Das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN) ist Partner eines internationalen Cluster-Konsortiums, das fünf Millionen Euro aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union zur Umsetzung des EU-Projekts „GreenOffshoreTech“ erhält. Das Projekt wurde als zweitbester Vorschlag bei einer Ausschreibung mit insgesamt 132 Bewerbungen ausgewählt.

„Mit dem Projekt GreenOffshoreTech entwickeln wir gemeinsam im europäischen Verbund nachhaltige, grüne Innovationen. Im Fokus des Projektes stehen dabei unsere kleinen und mittleren Mitgliedsunternehmen, die mit ihren innovativen Lösungen zur Realisierung des Green Deals in der maritimen Branche beitragen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Umsetzung der Ziele des Plans ‚Fit-for-55‘ der EU-Kommission“, sagt Jessica Wegener, Geschäftsführerin des MCN.

Das Konsortium umfasst Partner aus 15 Regionen und sieben Ländern in ganz Europa (Norwegen, Portugal, Lettland, Polen, Island, Vereinigtes Königreich, Deutschland). Mit dem EU-Projekt GreenOffshoreTech soll ein Rahmen für die sektorübergreifende und transnationale Zusammenarbeit zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), Clustern und Regionen geschaffen werden. Ziel ist es, die Entstehung innovativer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu fördern, um die Green-Offshore-Produktion und den Transport grüner zu gestalten und in Richtung einer ressourceneffizienten „Blauen Wirtschaft“ zu entwickeln.

Drei der fünf Millionen Euro EU-Fördermittel sind für die Finanzierung innovativer Ideen von kleinen und mittleren Unternehmen bestimmt. Hierzu wird das GreenOffshoreTech-Konsortium die KMU demnächst dazu aufrufen, ihre Vorschläge und Ideen zur Umsetzung des Projekts einzureichen. Darüber hinaus sind folgende direkte Unterstützungsleistungen angedacht:

  • Finanzierung von 100 KMU-getriebenen Innovationsprojekten
  • Bereitstellung von maßgeschneiderten Unterstützungsleistungen für die Gewinner-KMU, um den Zugang zu Märkten sowie weiteren externen Ressourcen und Finanzierungen zu ermöglichen

Das GreenOffshoreTech-Konsortium wird virtuelle und nicht-virtuelle Möglichkeiten für Kooperationen einrichten, um die Zusammenarbeit zwischen KMU aus verschiedenen Sektoren, Regionen und Ländern zu erleichtern. Damit soll der Einsatz von Schlüsseltechnologien wie fortschrittliche Materialien und Werkstoffe (advanced materials), Fertigungstechnolgien (advanced manufacturing), Industrie 4.0 und Umwelttechnologien in den Zukunftsbranchen Offshore-Windenergie und Offshore-Aquakultur sowie in den bereits etablierten Branchen Offshore-Öl und -Gas und dem Wassertransport gefördert werden.

Die Mitglieder des GreenOffshoreTech-Konsortiums sind folgende Cluster und regionale Entwicklungsagenturen:

  • Mosseregionens Naeringsutvikling AS (MNU), Koordinator des „VIKEN Technology Cluster 4.0“ (Norwegen) – GreenOffshoreTech Koordinator;
  • FORUM OCEANO – Verband der maritimen Wirtschaft (Portugal)
  • Maritimes Cluster Norddeutschland e. V. (MCN, Deutschland)
  • Island Ocean Cluster (IOC, Island)
  • Highlands & Islands Enterprise (HIE, Großbritannien)
  • CLEANTECH LETTLAND (Lettland)
  • Centrum Kooperacji Recyklingu (CKR), Koordinator des nationalen Spitzenclusters „Waste Management and Recycling Cluster“ (WMRC, Polen)
  • Composites United e.V. (CU), Koordinator des „Spitzenclusters MAI Carbon“ (Deutschland)
  • Cluster Mechatronik & Automation Management gGmbH (CMAB, Deutschland)


und folgende Inter-Cluster- und Innovationsmanagement-Experten:

  • Scaberia AS (Norwegen)
  • Balance Technology Consulting GmbH Deutschland
  • Mineral and Energy Economy Research Institute of the Polish Academy of Sciences (MEERI, Polen).


Weitere Informationen erhalten Sie zum Projektstart im September 2021.