22. April 2019

Fotorückblick: „An Bord bei …“ in Bremen mit hoher Innovationsvielfalt

Am 19. März 2019 hieß es in Bremen wieder „An Bord bei…“. Dieses Mal haben die beiden Mitglieder ColocationIX GmbH und team neusta – mit ihren Tochterfirmen HEC GmbH und neusta software developement west – ihre Tore geöffnet und ein großes Spektrum an modernen Technologien und maritimen Anwendungsbeispielen präsentiert.

Von Cloud Computing im ehemaligen Atomschutzbunker, über den Einsatz von Blockchain in der Supply Chain, Deep-Learning-Ansätze zur automatischen Schadenserkennung von Containern und Predictive-Maintenance-Anwendungen bis hin zu AR/VR-Anwendungen im Schiffbau wurde eine große Bandbreite präsentiert, die bei den rund 20 teilnehmenden Mitgliedern des Maritimen Clusters Norddeutschland auch zu zahlreichen Diskussionen über weitere Anwendungsfelder geführt hat. Eingeladen zu „An Bord bei …“ hatte die Geschäftsstelle Bremen des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN). 

Bei ColocationIX hatten die Mitglieder die Möglichkeit, Einblicke in ein Hochsicherheits-Rechenzentrum in einem ehemaligen Atomschutzbunker zu erhalten. Das ISO 27001-zertifizierte Datacenter ist nach der neuen Rechenzentrumsnorm EN 50600 Klasse 4 designt und bietet High-End-Security nach dem Zwiebelschalenprinzip. So verfügt das Rechenzentrum beispielsweise über ein mehrstufiges Authentifizierungskonzept für den Zutritt. Neben der hohen physischen und digitalen Sicherheit begeistert das Datacenter durch seine direkten, redundanten Anbindungen zur hochsicheren Verbindung von (auch internationalen) Unternehmensstandorten. Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom Hauptgesellschafter Andres Dickehut.

„Sobald ein mittelständisches Unternehmen das Thema Datensicherheit mit gutem Gefühl ausgelagert hat, kann sich dessen IT-Abteilung voll auf seine Kernkompetenzen und die Digitalisierung interner Prozesse fokussieren. Hier eröffnen sich Freiräume, die Innovationsdenken und Wachstum erst möglich machen. Ein sicheres, kosteneffizientes externes Rechenzentrum mit flexiblen Nutzungsoptionen geht zudem jeden Wachstumsschritt mit. Es stellt dafür passende Kapazitäten bereit, die frei skalierbar sind“, sagte ColocationIX-Gesellschafter Andres Dickehut.

Veranstaltet wurde die Bremer Ausgabe von „An Bord bei …“ von Andreas Born, der die Geschäftsstelle Bremen des Maritimen Clusters Norddeutschland leitet.

Zu Gast in den Räumen von ColocationIX: Bei einem reichhaltigen Frühstück blieb genügend Zeit für fachlichen Austausch und zur Vernetzung.

Auch Diskussionen und Ideen über weitere Anwendungsfelder in Digitalisierungsvorhaben kamen im Nachgang des Rundgangs im Data Center nicht zu kurz.

Uwe Jambrozsyk (Foto) und Andres Dickehut führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in zwei Gruppen durch das Rechenzentrum von ColocationIX. Auf 2.500 Quadratmetern Fläche bietet das Data Center fünf in sich geschlossene Rechenzentren, aufgeteilt in zehn Sicherheitszonen. Jedes der Rechenzentren verfügt über eine komplett redundante Stromversorgung und Netzanbindung. So haben Kunden die Möglichkeit, ihre Racks nicht nur innerhalb einer Etage, sondern auf verschiedenen Etagen unterzustellen, um eine zusätzliche Redundanz zu erhalten.

Anschließend ging es zu team neusta in den Schuppen 1 in der Bremer Überseestadt. Die Unternehmensgruppe bietet im Kerngeschäft Beratung, Entwicklung und Umsetzung von komplexen Software-, Mobile- sowie eCommerce-Lösungen.

Dirk Schwampe, CEO team neusta, begrüßte die Gäste.

„Der richtige Einsatz von innovativen Technologien in den Bereichen KI, Data Science, VR und AR wird in Zukunft über den unternehmerischen Erfolg von Unternehmen entscheiden“, sagte Dirk Schwampe, CEO team neusta.

Augmented und Virtual Reality (AR und VR) erweitern die Realität digital. Malte Wellmann und Dennis Hoffmann von der HEC GmbH erklärten, was mit diesen Technologien möglich ist und zeigten einen VR-Anwendungsfall auf einem virtuellen Schiff.

Auf dem Monitor wenig beeindruckend, durch die Virtual-Reality-Brille in 3D-Optik: Der Blick durch die VR-Brille vermittelte das Gefühl, tatsächlich dort zu sein, denn die 3D-Technik ermöglicht es Menschen, Entfernungen und Raumgrößen einschätzen zu können.

Agile Praktiken, agile Prozesse, agile Organisation, agile Menschen. Aber was bedeutet Agilität wirklich und wie wird man agil? Dietmar Heijenga von HEC IT-Engineering (ein Unternehmen von team neusta) erklärte, was Agilität auf welcher Ebene bedeutet und wo es Sinn macht, agil zu arbeiten.

In den letzten Jahren gab es durch den Einsatz tiefer neuronaler Netze riesige Entwicklungssprünge im Bereich der automatisierten Bildanalyse und -auswertung. Eines der prominentesten Beispiele ist Tesla, die diese Methoden erfolgreich für die Entwicklung des autonomen Fahrens einsetzen. Michael Nisnik von neusta softwaredevelopment west gab einen Ausblick über den Einsatz dieser Technologien für das Containermanagement.

Heute produzieren technische Anlagen während des Betriebs große Datenmengen. Diese Daten sind mehr als nur ein Nebenprodukt, denn sie liefern wertvolle Erkenntnisse und Optimierungsansätze. Moderne Algorithmen können die Zustände von Schiffsmotoren oder Kühlanlagen überwachen und drohende Ausfälle frühzeitig erkennen, wodurch eine vorausschauende Wartung, auch Predictive Maintenance genannt, ermöglicht wird.

Andreas Wulfes von neusta softwaredevelopment west zeigte mögliche Anwendungsfelder und realisierte Projekte im Bereich Predictive Maintenance.

HEC IT-Engineering ist eines von zehn Mitgliedern aus den Bereichen Logistik, Wissenschaft und IT, die sich im Konsortium HANSEBLOC zusammengefunden haben, um potentielle Mehrwerte der Blockchain-Technologie für die Logistik zu eruieren. Mit der Blockchain-Technologie ist eine Möglichkeit entstanden, die Digitalisierung der Supply Chain nachhaltig zu gestalten und einen neuen Ansatz für voll automatisierte Geschäftsbeziehungen mit Ausführungsgarantie zu schaffen. Im Rahmen des Projektes wird das Innovationspotential dieser Technologie für die Logistik erforscht. Die Mitglieder konzipieren und realisieren prototypische Anwendungen in den Bereichen Land-, See- und Lufttransport, die von Projektpartnern in der Praxis evaluiert werden. Matthias Menz, HEC IT-Engineering (ein Unternehmen von team neusta), gab einen Einblick in den aktuellen Stand des Vorhabens.

Über „An Bord bei …“

„An Bord bei …“ ist ein Networking-Format des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN). Es richtet sich exklusiv an seine Mitglieder. MCN-Mitgliedsfirmen öffnen ihre Büros und Produktionsstätten für andere Mitglieder und geben ihnen vor Ort Einblicke in ihre Prozesse, Abläufe und Produkte. Die vom Maritimen Cluster Norddeutschland organisierte Tour führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einem Tag zu bis zu drei Unternehmen einer Region. Mit „An Bord bei …“ kommt das MCN dem Wunsch seiner Mitglieder nach, sich noch stärker untereinander zu vernetzen.

Die nächste Ausgabe findet am 8. Mai 2019 in Hamburg statt.