20. Mai 2020

Fördermöglichkeiten für Lösungsansätze gegen Biofouling

Biofouling

Bildrechte: Svetlana Yudina/Shutterstock

Um Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Themenfeld "Antifouling-Systeme" zu unterstützen, haben das Maritime Cluster Norddeutschland/Green Shipping Niedersachsen und die EurA AG im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung in Form eines Webseminars verschiedene Fördermöglichkeiten für Projekte im Bereich der Forschung und Entwicklung für Lösungsansätze gegen Biofouling an Schiffsrümpfen vorgestellt. 

Schiffsrümpfe sind häufig dem Bewuchs durch Mikroorganismen, Pflanzen, Algen und Tiere ausgesetzt. Dieser als Biofouling bezeichnete Vorgang hat zum einen die Einschleppung und Verbreitung nichteinheimischer Arten in fremden Gewässern sowie einen erhöhten Strömungswiderstand der Schiffe, der zu einem gesteigerten Energieverbrauch führt, zur Folge. Durch effektive Bewuchsschutzsysteme kann der Fouling-Prozess verhindert werden. Es können eine Verbesserung der hydrodynamischen Eigenschaften, Treibstoffeinsparungen und dadurch verminderte Transportkosten sowie eine Reduktion von umweltbelastenden Emissionen erzielt werden. Der Einsatz wirksamer Antifouling-Systeme ist dementsprechend unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und im Interesse der Umwelt sinnvoll.

Inhalt des Webseminars, das am 14. Mai stattfand, war neben der neuen ZIM-Förderrichtlinie das EU-Finanzierungsinstrument LIFE. LIFE kofinanziert Projekte im Umweltsektor, insbesondere auch in den Bereichen Chemikalien, Meeres- und Küstenmanagement. Das Programm bietet Zuschüsse für Pilot- und Demonstrationsprojekte.

Ergänzt wurden die beiden Förderprogramme durch die Vorstellung des Maritimen Forschungsprogramms, eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Diese richtet sich insbesondere an industriegeführte Verbünde, die durch Forschung und Entwicklung Fortschritte in den Bereichen umweltschonende maritime Technologien, maritime Digitalisierung und smarte Technologien sowie maritime Sicherheit und Ressourcen erzielen. 

Weitere Informationen zum Thema Biofouling können Sie der Marktübersicht „Lösungsansätze gegen Biofouling an Schiffsrümpfen“ entnehmen, die Anfang Juni dieses Jahres durch das Maritime Cluster Norddeutschland veröffentlicht wird. Die in Zusammenarbeit mit der EurA AG und dem Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen erarbeitete Übersicht sowie eine weitere Veranstaltung am 24. November 2020 sollen der Auftakt für weitere Projekte im Bereich Biofouling sein, um dieses wichtige Thema langfristig auszubauen. Weitere Informationen zu der Veranstaltung können Sie gerne HIER entnehmen.

Für Fragen zu den jeweiligen Förderprogrammen stehen Ihnen Eva von Soosten (MCN/GreenShipping) und Dr. Rainer Henking (EurA AG) gern zur Verfügung.

 

Kontakt

Eva von Soosten                                                                                                                                      
Projektmanagerin
GreenShipping Niedersachsen / Maritimes Cluster Norddeutschland e.V.
eva.von-soosten@maritimes-cluster.de
+49 4404 98786-17
+49 0173 4068686

Dr. Rainer Henking
Innovationsmanagement
EurA AG
rainer.henking@eura-ag.de
+49 40 548 870 4-36
+49 152 34038351