19. Februar 2021

Effectuation als Innovationsansatz in Zeiten der Ungewissheit

Innovation

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Die meisten unserer Denk- und Entscheidungsgewohnheiten basieren darauf, Prognosen über die Zukunft zu machen. Wir definieren Ziele, leiten daraus Pläne ab und operationalisieren diese in Projekten. Etwaige Unsicherheiten oder Risiken werden modelliert, durch Forschung reduziert oder einfach gemanagt. Die aktuelle Situation bringt jedoch Ungewissheiten und Risiken mit sich, die fundamental anderes sind. Herkömmliche Ansätze geraten an ihre Grenzen. Umso wichtiger ist es, sich mit methodisch gut erforschten Innovationsansätzen zu beschäftigen.

Die MCN-Fachgruppe Innovationsmanagement veranstaltete am 18. Februar 2021 einen virtuellen Workshop zu Effectuation, einem vielversprechender Innovationsansatz, der insbesondere in Zeiten der Ungewissheit gut funktioniert kann. Den Workshop leitete Matthias Brucke von embeteco. Im Kontext des Workshops hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, mehr über Effectuation zu erfahren und die Methode zu üben.

Bei Effectuation handelt es sich um eine eigenständige Logik des Entscheidens und Agierens, die Akteure dabei unterstützt, Neues in die Welt zu tragen. Die Effectuation-Frage-Logik ermöglicht es, die Zukunft aktiv zu gestalten, wenn das Umfeld unsicher ist und exakte Vorhersagen oder Planungen nicht möglich sind. Durch die Beantwortung gezielter Fragen können aus vagen Ideen neue Produkte, Dienstleistungen, Problemlösungen hervorgebracht werden.