20. März 2019

Design Thinking in der maritimen Branche

Referenten, Fachgruppenleiter und Moderatoren des Workshops „Design Thinking und Kreativitätsmethoden“

Referenten, Fachgruppenleiter und Moderatoren des Workshops „Design Thinking und Kreativitätsmethoden“ (v.l.n.r.): Dr. Torsten Jeske (MCN e. V.), Wolfgang-Dieter Glanz (2. Vorsitzender MCN e. V.), Erik Köster (Fachgruppenleitung), Maren Stünkel (Fachgruppenleitung), Matthias Brucke (Fachgruppenleitung), Kerstin Broocks (Fachgruppenleitung), Dr. Svetlana Crusius (ERC Additiv GmbH), Dr. Suanne Neumann (MCN e. V.), Prof. Dr. Achim Wortmann (Kletterfisch-Innovice), Dr. Thomas Lehmann (Fachgruppenleitung), Jens Wrede (Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg), Dominik Eisenbeis (Vorsitzender MCN e. V.), Henning Edlerherr (MCN e. V.)Bildrechte: MCN e. V.

Die Fachgruppe „Innovationsmanagement – Methoden, Finanzierung und Fördermittel“ des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) gibt Unternehmen Hilfestellung auf dem Weg zu einer guten Innovationskultur. Am 5. März 2019 veranstaltete die Fachgruppe einen Workshop zum Thema „Design Thinking“. Darin wurden Wege zur Steigerung der Innovationsfreude im Unternehmen aufgezeigt sowie verschiedene Kreativitätsmethoden vorgestellt und ausprobiert. Circa 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich in Buchholz, um methodische Ansätze zur Steigerung der Innovationskraft in ihrem Unternehmen kennenzulernen.

Dominik Eisenbeis, Vorsitzender des Maritimen Clusters Norddeutschland, und Matthias Brucke aus der Fachgruppenleitung begrüßten die Gäste. „Gutes Innovationsmanagement ist für den Mittelstand insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels von enormer Bedeutung, um vorhandene Ressourcen effektiv zu nutzen“, sagte Eisenbeis. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg und Gastgeber des Nachmittags, Jens Wrede, stellte zur Einführung die umfangreichen Aktivitäten maritimer Unternehmen im Landkreis Harburg vor.

Dr. Svetlana Crusius von ERC Additiv zeigte anhand von Praxisbeispielen, welch wichtige Rolle Innovationen in der erfolgreichen Entwicklung von Unternehmen in den letzten Jahren gespielt haben. Bei der Definition von zukunftsfähigen Konzepten und Ideen sei das Netzwerken und der Informationsaustausch in verschiedenen Gremien von zentraler Bedeutung.

Matthias Brucke, Fachgruppenleiter und Inhaber von embeteco, beschrieb anschließend, welche Veränderungen in Unternehmen passieren sollten, um sich mit neuen veränderten Markterfordernissen zu arrangieren, die beispielsweise durch die Digitalisierung und Zunahme von Plattformmärkten entstehen. Er analysierte den „Effectuation“-Ansatz als Entscheidungslogik, der in Situationen eingesetzt werden kann, in denen kausale Entscheidungen aufgrund hoher Unsicherheit nicht möglich sind. Im Hinblick auf die Innovationsfähigkeit von Unternehmen gelte nicht mehr „Der große Fisch frisst den Kleinen“, sondern der „Der schnelle Fisch frisst den Langsamen“, so Brucke.

Prof. Dr. Achim Wortmann, Geschäftsführer und Berater bei Kletterfisch Innovice, erklärte, warum den meisten Menschen kreatives Denken schwerfällt. Kognitive Einschränkungen des Menschen sorgen dafür, dass ein „Thinking outside the box“ häufig gar nicht möglich ist. Gute Ergebnisse könnten dagegen erreicht werden, wenn die kognitiven Einschränkungen des Menschen mit den richtigen Techniken zum Vorteil genutzt werden. Wortmanns Fazit: „Verändern Sie die Box!“

Tim Meinken, ebenfalls Geschäftsführer und Berater bei Kletterfisch Innovice, veranschaulichte am Beispiel des Animationsstudios Pixar, wie kreatives Denken im Unternehmen gefördert werden und die Schaffung eines kreativen Arbeitsumfeldes gelingen kann. Nach Meinken seien dazu vier Grundvoraussetzungen notwendig: Kommunikation, Mut, Offenheit und Talent.

Kerstin Broocks von Guideline erklärte den Ansatz des Design Thinkings. Beim Design Thinking stehe die Entwicklung neuer Ideen im Vordergrund, die aus Anwendersicht überzeugend seien. Bei der Ideenfindung spielten geeignete Räume, ein interdisziplinäres Team und die Auswahl der richtigen Methoden eine große Rolle.

Anschließend hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops die Möglichkeit, einzelne Methoden kennenzulernen und auszuprobieren: von Café to go, über das Brainstorming mit Inspiration Cards und die Kopfstandstechnik bis hin zur 6-5-3-Methode.

Die Fachgruppe Innovationsmanagement steht allen interessierten Unternehmen offen. Weitere Informationen zur Fachgruppe und zur Teilnahme erhalten Sie von Dr. Susanne Neumann.
 

Kontakt zur Fachgruppe

Dr. Susanne Neumann, Leiterin der MCN-Geschäftsstelle Niedersachsen
04404 98786-15, susanne.neumann@maritimes-cluster.de

Henning Edlerherr, Projektmanager in der MCN-Geschäftsstelle Niedersachsen
04404 98786-14, henning.edlerherr@maritimes-cluster.de