29. Januar 2020

Aufruf: Lösungen gegen Biofouling an Schiffsrümpfen

Biofouling Schiffsrumpf

© Svetlana Yudina / Shutterstock

Biofouling als unerwünschter Bewuchs von Schiffsrümpfen durch Mikroorganismen, Pflanzen, Algen und Tieren trägt zur Einschleppung und Verbreitung nichteinheimischer Arten bei. Darüber hinaus erhöht es den Strömungswiderstand sowie das Gewicht des Schiffes und steigert dessen Energieverbrauch. Umgekehrt kann ein effektiver Bewuchsschutz die hydrodynamischen Eigenschaften der Schiffe verbessern, Treibstoff sparen und zu verminderten Transportkosten sowie einer Reduktion von umweltbelastenden Emissionen führen. Dementsprechend ist der Einsatz wirksamer Antifouling-Systeme unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten und im Interesse der Umwelt sinnvoll.

Seit dem Inkrafttreten des IMO-Übereinkommens über Bewuchsschutzsysteme im Jahr 2008 ist der Einsatz bestimmter Stoffe in Antifouling-Anstrichen verboten, wie beispielsweise Tributylzinn (TBT) und andere hochgiftige Oganozinnverbindungen. Alternative Anstriche werden mittlerweile von vielen Akteuren angeboten. Die Entwicklung und Erprobung effizienter und umweltfreundlicher Antifouling-Strategien und -Systeme ist zudem Gegenstand der aktuellen Forschung.

Das Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen hat gemeinsam mit dem Maritimen Cluster Norddeutschland (MCN) die Erstellung einer Marktübersicht bei der EurA AG beauftragt. Darin sollen alle Akteure abgebildet werden, die Lösungsansätze gegen Biofouling an Schiffsrümpfen anbieten oder die in diesem Bereich forschen. Unternehmen, Hochschulen und Institutionen können damit schneller und einfacher geeignete Kooperationspartner für verschiedene Projekte im Bereich aufwuchshemmender Technologien und Techniken ausfindig machen. Ziel der möglichst vollständigen Übersicht ist es, die Markttransparenz zu erhöhen sowie die Forschung und Entwicklung zu unterstützen und so schneller sowie gezielter voranzutreiben.

Aufruf: Ihre Kontaktempfehlung für die Marktübersicht

Einer der Arbeitsschwerpunkte Ihres Unternehmens liegt in dem oben geschilderten Themenfeld? Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder Ihre Forschung kann als Lösungsansatz gegen Biofouling an Schiffsrümpfen Einsatz finden? Oder kennen Sie eine Organisation, die unbedingt mit in diese Übersicht aufgenommen werden sollte, weil sie an einem solchen Lösungsansatz arbeitet, forscht oder ihn bereits anbietet? Wir freuen uns über Ihre Empfehlungen und Vorschläge bis zum 29. Februar 2020 an die EurA AG.

Kontakt

Dr. Rainer Henking
EurA AG, Hamburg
040 5488704–36
0152 34038351
rainer.henking@eura-ag.de